Die Geschichte


1879 errichteten Alfred und Emil Kummerlé in Brandenburg die Kammgarnspinnerei. Anfangs befanden sich auf dem Gelände eine Wollwäscherei, Kämmerei, Färberei, Haspelei und Packerei. In den Folgejahren musste das Frontgebäude der Neuendorfer Straße um eine Produktions- und Lagerhalle erweitert werden. Beim Bau der Gebäude wurde ebenso auf Qualität geachtet, wie bei der Produktion der Garne. Die hochwertige Qualität der Garne führte zu diversen Prämierungen, so dass die Kammgarnspinnerei bereits in den 1920er Jahren Weltruhm erlangte.  Die Kriegsjahre waren für das Unternehmen ein sehr großer Rückschlag, 60% der Gebäudesubstanz und 88% der Spinn- und Zwirnmaschinen wurden zerstört.
Bereits unmittelbar nach Kriegsende wurde die Produktion in den nicht zerstörten Bereichen wieder aufgenommen.
Nachdem die Familie Kummerlé es geschafft hatte die Wollproduktion trotz der Schwierigkeiten der Nach- kriegszeit wieder in Gang zu bringen, wurde sie 1948 durch einen einseitigen Brief ihres Eigentum beraubt (Enteignung). Anschließend lief die Produktion unter VEB Brandenburger Kammgarnspinnerei weiter.
Ab 1967 erfolgte der Wiederaufbau der zerstörten Gebäudesubstanz und die Rekonstruktion des Werkes und gehörte dann als Betriebsteil zur VEB „Altenburger Wollspinnerei“. 1990 wurde die Spinnerei von der Treuhandverwaltung in eine GmbH umgewandelt und zwei Jahre später privatisiert. Der wirtschaftliche Erfolg blieb jedoch aus und der Betrieb musste am 3. Februar 1998 als „BRANKA Kammgarnspinnerei Brandenburg an der Havel GmbH & Co.KG“ eingestellt werden.
Seit 2009 wird dieses Gelände durch Detlev Delfs revitalisiert. Das 31.000 m² große Areal der ehemaligen Kammgarnspinnerei befindet sich in exklusiver Lage in der Brandenburger Altstadt direkt an der Havel.
Die hochwertige Bausubstanz wird, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, zu einem modernen Wohn- & Gewerbezentrum realisiert.
Eine Symbiose aus Gewerbe- & Wohneinheiten wird diesem Areal seinen eigenen Charme geben und unsere Stadt um eine Attraktion bereichern.